Karmelitenkonvent Wien 

Das Jahr der Barmherzigkeit

Vom 8. Dezember 2015 bis 20. November 2016 findet das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr der Barmherzigkeit statt. Anlass ist der 50. Jahrestag vom Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965).

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In einer Welt der Konkurrenz und der Konflikte ist die Barmherzigkeit lebenswichtig.
Jesus sieht in ihr die Herzenshaltung, die uns Gott am Ähnlichsten macht:

„Seid barmherzig, wie euer himmlischer Vater barmherzig ist.“  (Lukasevangelium 6,36)

Das Thema der Barmherzigkeit liegt Papst Franziskus besonders am Herzen. Auch das von ihm ausgerufene außerordentliche Heilige Jahr soll sich in besonderer Weise mit der Barmherzigkeit beschäftigen. Die Barmherzigkeit soll während des Heiligen Jahres wieder neu in das Bewusstsein der Gläubigen gerückt werden. Dazu schreibt der Papst in der Ankündigungsbulle zum Heiligen Jahr: „Es gibt Augenblicke, in denen wir aufgerufen sind, in ganz besonderer Weise den Blick auf die Barmherzigkeit zu richten […].“ (MV 3).

Papst Franziskus will, dass in diesem Heiligen Jahr viele Türen sich öffnen, viele Herzen sich neu dem Nächsten zuwenden. Sein Wunsch ist, „dass die kommenden Jahre durchtränkt sein mögen von der Barmherzigkeit, und dass wir auf alle Menschen zugehen und ihnen die Zärtlichkeit Gottes bringen!“

 

„Wenn wir die Heilige Pforte 
durchschreiten, lassen wir uns umarmen 
von der Barmherzigkeit Gottes 
und verpflichten uns, barmherzig 
zu unseren Mitmenschen zu sein, 
so wie der Vater es zu uns ist.“ 

Papst Franziskus

Sie können einen Karmeliten für eine Aussprache bzw. Beichte sprechen:
9.00-11.00 und 14.30-18.00 werktags
8.30-11.30 und 15.00-18.30 an Sonn- und Feiertagen


Unsere Pforte

Wir Karmeliten haben am 19. Dezember eine heilige Pforte in unserer Wiener Kirche (Silbergasse 35) eröffnet.

Im Heiligen Jahr steht dieses Tor als 

„Pforte der Barmherzigkeit“ 

jedem offen, der inneren Frieden, Versöhnung mit Gott und den Menschen, Versöhnung mit der eigenen Geschichte und Vergebung von Schuld sucht.

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Treten Sie ein durch diese Heilige Pforte mit offenem Herzen
und Vertrauen auf die Liebe Gottes!
Sie werden die Barmherzigkeit des Vaters empfangen! 

Verweilen Sie in unserer Wallfahrtskirche

„Maria mit dem Geneigten Haupt“

und nutzen Sie die Möglichkeit zum Sakrament der Versöhnung. 

Sie können einen Karmeliten für eine Aussprache bzw. Beichte sprechen:
9.00-11.00 und 14.30-18.00 werktags
8.30-11.30 und 15.00-18.30 an Sonn- und Feiertagen

Ihre Karmeliten


Vollkommener Ablaß

Durch Ablässe können die Gläubigen für sich selbst und auch für die Seelen im Läuterungszustand den Erlass der zeitlichen Strafen erlangen, welche Folge der Sünden sind.(Katheschismus der Katholischen Kirche 1498)

 

Ablass im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit

vom 8.12.2015 bis 20.11.2016

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In dieser Zeit kann täglich einmal ein vollkommener Ablass gewonnen werden.

Die allgemeinen Voraussetzungen bei Ablässen sind:

  • Beichte, wobei eine zur Gewinnung mehrerer vollkommener Ablässe genügt
  • entschlossene Abkehr von jeder Sünde und entschiedene Umkehr zum Willen Gottes
  • Kommunionempfang
  • Gebet in den Anliegen des Papstes (Glaubensbekenntnis, Vater unser, Gegrüßet seist du Maria)

Die besonderen Voraussetzungen für den Ablass im heiligen Jahr der Barmherzigkeit sind:

  • Das andächtige durchschreiten einer heiligen Pforte
  • Ein Werk der Barmherzigkeit vollbringen

Werke der Barmherzigkeit sind:

  • geistliche Werke: Belehren, raten, trösten, ermutigen, vergeben, geduldig ertragen
  • leibliche Werke: die Hungrigen speisen, Obdachlose beherbergen, Nackte bekleiden, Kranke und Gefangene besuchen, Tote begraben.
    (vgl. Katheschismus der Katholischen Kirche 2447)

Die Güte Gottes kennenlernen

Mit der „Pforte der Barmherzigkeit" laden wir alle ein, sich von der Güte Gottes berühren zu lassen. Je besser wir sie kennen lernen, desto gütiger können wir selbst werden.

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Das ganze Leben Mariens war geprägt von der Gegenwart der fleisch-gewordenen Barmherzigkeit. – Papst Franziskus

 

Wie die Sonne zugleich die Zeder bescheint und jede kleine Blume, als wäre nur sie auf der Erde, so befasst sich unser Herr mit jedem einzelnen Menschen, als ob es nur ihn gäbe. – Thérèse von Lisieux

 

Maria ist unsere Mutter. Sie liebt uns, sie kennt uns, sie ist bestrebt, einen jeden von uns zu dem zu machen, was er sein soll, vor allem: jeden in die nächste Verbindung zum Herrn zu bringen. Das gilt für alle Menschen. – Edith Stein

 

Jesus spricht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. – Johannes 15,5

 

Wahrheit und Barmherzigkeit sind sich begegnet im Werk der Erlösung. Sie sind eins in Gott. So ist die Wahrheit barmherzig und die Barmherzigkeit wahr. – Edith Stein

 

Wir wünschen Ihnen und allen Menschen, dass Friede, Freude und Liebe unseren Alltag erfülle. Dafür beten wir und laden Sie herzlich in unsere Kirche ein.

Ihre Karmeliten


Wallfahrt zu „Maria mit dem geneigten Haupt“

Unsere Kirche ist eine Wallfahrtskirche, in der das Gnadenbild „Maria mit dem geneigten Haupt“ ausgestellt ist (linker Seitenaltar). 

Wir feiern jeden 2. Sonntag im Monat um 15.45 Uhr eine Wallfahrermesse zu Ehren der Gottesmutter. Bereits um 15.00 Uhr beginnen wir mit einem Lied und dem Eröffnungsgebet zu Maria mit dem geneigten Haupt vor ihrem Bild beim Gnadenaltar. Anschließend ist Eucharistische Aussetzung auf dem Volksaltar und wir beten den Rosenkranz. Während dieser Zeit steht auch ein Priester bereit für Beichte und Aussprache hinten in der Kirche. Anschließend nach der Heiligen Messe beten wir beim Grab (reche Seitenkapelle) von P. Dominicus a Jesu Maria OCD (16.5.1559 -16.2.1630) um dessen Seeligsprechung und beenden mit einem Marienlied.

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Der Überlieferung nach wurde das Gnadenbild von P. Dominicus, dem Prior des ersten Karmelitenklosters in Rom, im Jahre 1609 in einem alten Gebäude unter dem Schutt entdeckt. Das Bild wurde restauriert und gelangte 1631 an den Hof von München und kurze Zeit später nach Wien an die Hofburg. Dort wurde es von Kaiser Ferdinand II. im Privatoratorium in der Hofkapelle auf dem Altar aufgestellt. Das Kaiserpaar kam in allen Anliegen zu diesem Bild. Es nahm dieses Bild stets auf Reisen mit. Mehrmals erfuhr es außergewöhnlichen Schutz. Als Kaiser Ferdinand II. Am 15.2.1637 starb, zog sich die Kaiserinwitwe Eleonora in das von ihr gestiftete Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen in Wien am Salzgries zurück. Das Gnadenbild nahm sie mit und ließ es auf dem Hochaltar der Karmelitinnenkirche zur Verehrung aufstellen. Nach ihrem Tod (1655) wurde das Bild in die Karmelitenkirche in der Leopoldstadt übertragen. Bei der Türkenbelagerung 1683 wurde das Bild in der Karmelitinnenkirche in der inneren Stadt in Sicherheit gebracht. Fürst Maximilian von Liechtenstein errichtete für die Karmelitenkirche in der Leopoldstadt 1702 einen neuen Altar. In der Zeit des Josephinismus wurde auch das Kloster in Wien 1838 'provisorisch' aufgehoben und als Pfarrkirche dem Bischof unterstellt. 1882 wurde die Österreichische Ordensprovinz der Karmeliten wieder ins Leben gerufen aber erst 1897 zwischen den Karmeliten und der Regierung eine Vereinbarung erreicht. Zuletzt befand sich das Bild bis 14. Oktober 1901 im 1879 neu von Graz aus gegründeten Kloster der Karmelitinnen in Wien Baumgarten bevor es in das neu gebaute Kloster der Karmeliten in Wien Döbling überführt wurde. Der 15. Dezember 1901, der 3. Adventsonntag, war für die vorläufige Kirchweihe und die Feier der ersten hl. Messe ausersehen worden. Es wurden in der neuen Kirche zwei provisorische Altäre aufgestellt und  darauf das Gnadenbild und das Prager Jesuskind zur Verehrung aufgestellt. 1904 wurde das Gnadenbild wenige Tage nach der Aufstellung auf dem neuen Seitenaltar des kaiserlichen Schmuckes beraubt und sah nun wieder so aus, wie es aus Rom nach Österreich gekommen war. Eine besondere Bekanntheit und Hochschätzung erhielt es bei den großen Bittprozessionen nach St. Stephan in der Zeit des ersten Weltkrieges.

Am 27. September 1931 erhielt es anlässlich der 300-Jahrfeier bei der Krönung im Auftrag des Papstes durch den Wiener Erzbischof Kardinal Gustav Piffl die heutige Form.